Knusprige Kokoskekse mit Schokolade und Maisgrieß sind duftend, herrlich knusprig und verführerisch – und dennoch überraschend leicht.

Ich kenne Menschen, die Kokos überhaupt nicht mögen, nicht einmal in Kombination mit Schokolade. Nachspeisen mit Kokos gefällen ihnen generell nicht – nicht einmal Kokoseis! Für mich dagegen gehört Kokos zu den Aromen, die ich am meisten schätze, sowohl in süßen Rezepten als auch in der asiatischen Küche – besonders in der indischen und der thailändischen.
Es gab jedoch ein paar Personen, die ihre Meinung über Kokos geändert haben, nachdem sie diese knusprigen Kokoskekse mit kleinen Stückchen dunkler Schokolade probiert hatten. Dasselbe passierte, nach dem sie die Kokosmakronen gekostet hatten (übrigens ein wunderbares Rezept, um übrig gebliebene Eiweiße zu verwerten).
Diese Kokoskekse sind von jenen inspiriert, die ich ab und zu, vor allem im Winter, mit Vinsanto und Rosinen backe (hier geht es zum Rezept). Beide Varianten enthalten Maisgrieß. In den knusprigen Kokoskeksen habe ich dieses Mal zusätzlich Kokosmehl verwendet. Das Ergebnis sind besonders aromatische und köstliche Kekse – obwohl sie nur ein Ei und ein wenig Butter enthalten.
Maismehl und Polenta
Sowohl in Italien als auch im Ausland höre und lese ich oft den Ausdruck „Polentamehl“, oder ich sehe, dass „Polenta“ als Synonym für Maismehl oder Maisgrieß (feiner gemahlene Maismehl) verwendet wird. Für mich, die sich sehr für Etymologie und Wortgeschichte interessiert, läuten dabei sofort die Alarmglocken – denn es handelt sich um zwei unterschiedliche Dinge.
Polenta ist ein Gericht, das aus Maismehl zubereitet wird. Ohne Wasser und ohne Kochen gibt es keine Polenta.
Vor Kurzem habe ich ein sehr interessantes Buch von Massimo Montanari gelesen. Seine Bücher über die Geschichte von Ernährung, Zutaten und Küche – und die Gedanken, die er darin entwickelt – gehören zu meinen liebsten Lektüren. Der Historiker erwähnt häufig Polenta (aus Dinkel, Gerste, Hülsenfrüchten, Kastanien usw.), die über Jahrhunderte hinweg eines der Grundnahrungsmittel für die meisten (armen) Menschen in Italien war.
Polenta machte satt und wurde oft anstelle von Brot gegessen – dessen Herstellung deutlich aufwendiger ist. Die Polenta aus Mais, wie wir sie heute kennen, gelangte jedoch erst nach Europa, nachdem der Mais aus Mexiko auf unseren Kontinent gebracht worden war. Wie wir in der Schule lernen, verdanken wir dies Cristoforo Colombo, der im Auftrag der spanischen Krone aufbrach, um jenseits der Säulen des Herkules nach neuen wirtschaftlichen und kulturellen Möglichkeiten zu suchen.

Knusprige Kokoskekse mit Maisgrieß und Schokolade
Zutaten
- 30 g Kokosmehl
- 250 g Weissmehl
- 130 g Maisgrieß
- 130 g Rohrzucker
- Eine gute Prise Salz
- 1 TL 1 TL Backpulver
- 1 Ei
- 2 TL Vanilleextrakt
- 115 g Butter geschmolzen
- 2 EL Milch Optional
- 100 g Bitterschokolate (min. 70% Kakaomasse), in Stückchen
Anleitungen
- Im Food Processor (oder in einer großen Schüssel) Kokosmehl, Weizenmehl, Maismehl, Zucker, Salz und Backpulver vermischen.
- Ei und Vanilleextrakt hinzugeben und vermischen.
- Die Butter hinzufügen und bei mittlerer Geschwindigkeit etwa 30 Sekunden verkneten, bis sich eine Masse bildet. Sollte die Masse zu trocken sein, 2 Esslöffel Milch hinzufügen.
- Di Schokoladenstückchen hinzugeben und kurz kneten, bis sie gut in den Teig eingearbeitet sind.
- Den Teig festdrücken und in zwei Teile teilen. Einen Teil beiseite legen. Mit Hilfe von Frischhaltefolie eine langem, etwa 5-6 cm dicke Rolle formen. Mit der zweiten Teighälfte ebenso verfahren. Etwa 1 Stunde (oder 30 min im Gefrierfach) im Kühlschrank ruhen lassen, bis er fest ist.
- Den Ofen auf 175 °C vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen. Die Rolle aus der Folie nehmen und in ca. 6-7 mm dicke Scheiben schneiden.
- Die Kekse auf Backpapier legen und leicht andrücken, wenn sie etwas bröckeln. Sie gehen beim Backen auseinander, daher mit Abstand platzieren, etwa 5 pro Reihe.
- Die Kekse 20 Minuten backen, bis sie leicht gold sind. Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.




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